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Simon Wright

Biografie

Simon Wright kommt am 19. Juni 1963 in Manchester/England auf die Welt. Schon früh fühlt er sich zum Schlagzeug hingezogen und tritt mit 16 Jahren seiner ersten echten Band Tora Tora bei. Mit „Red Sun Setting“ nimmt die Band eine selbstfinanzierte Single auf, von der insgesamt 500 Exemplare gepresst und bei anschließenden Club Gigs unters Volk gebracht werden. Eine weitere Single nimmt Simon mit seiner nächsten Band A-II-Z auf – „I'm the one, who loves you“, ein Russ Ballard Cover, das 1981 sogar auf Platz 2 in den englischen Heavy Metal Charts klettert. Mit A-II-Z supportet Simon 1982 Girlschool auf deren Screaming Blue Murder Tour, aber nach einigen weiteren (Headliner)Gigs muß er wegen Schwierigkeiten mit dem Management auch diese Band wieder verlassen.

1983 hilft Simon bei Tytan aus, indem er auf deren Album Rough Justice (welches letztendlich erst 1985 erscheint) drei Songs mit einspielt. Aber da es Tytan zu nur einem einzigen Gig in Belgien bringen, ist für Simon Wright auch dieses Kapitel recht schnell wieder beendet.

Simon's Zukunft sieht nun nicht gerade rosig aus, bis ihm ein Freund auf eine Zeitungsanzeige aufmerksam macht, in der geschrieben steht: „Heavy Rock Schlagzeuger gesucht. Wenn du nicht hart schlagen kannst, dann brauchst du dich auch nicht zu bewerben.“

Simon: „Ich spazierte in die Studios rein und spielte zweimal vor. Beim ersten Mal spielte ich einfach nur zu zwei oder drei Songs, nicht Besonderes, ich hielt nur stetig den Rhythmus, um zu beweisen, daß ich das richtige Feeling hatte. Und dann beim zweiten Mal, ein paar Tage später, spielte ich mit der Band selbst. Ich war ziemlich unsicher, irgendwie war ich damals noch ein kleiner Junge. Aber ich glaube, die wollten jemanden, der relativ unbekannt war und der sich einfach hinsetzen und an die Arbeit gehen würde.“

Die Band, bei der Simon hier vorspielte war natürlich niemand anders als AC/DC, die sich hier einem Nachfolger für den ausgeschiedenen Phil Rudd umsahen. Der Rest ist Legende – Simon Wright bekommt letztendlich den Zuschlag und muß im Oktober 1983 in Vancouver zum Start der Flick of the Switch US Tournee seine Feuertaufe bestehen. Mit Simon Wright nehmen AC/DC drei Alben – Fly on the Wall (1985), Who Made Who (1986) und Blow up your Video (1988) – auf. Danach nimmt Simon sich eine Auszeit, um Ronnie James Dio 1990 bei der Aufnahme seines 5. Albums Lock up the Wolves auszuhelfen. Irgendwie wird da aber mehr daraus und schließlich verlieren AC/DC ihren Drummer entgültig an den kleinen schmächtigen Amerikaner.

Simon: „Ich wollte AC/DC nicht verlassen. Ich hatte sieben Jahre mit der Band verbracht und es waren die besten Jahre meines Lebens. Aber ich wollte auch in andere Gebiete rein, und man kann nicht beides machen. Dio brauchte dringend einen Drummer. Ich hatte nur 10 Tage Zeit, mich vorzubereiten. Aber es war eine echte Herausforderung, ein total anderer Stil, Schlagzeug zu spielen und die ganze Athmosphäre war anders. Ich dachte, ich konnte bei DIO mehr von mir reinstecken als bei AC/DC.

Leider dauerte das ganze nur ein Jahr (Ronnie James Dio löste seine Gruppe auf, um zu Black Sabbath zurückzukehren), aber so ist es halt… Immerhin war es ein Versuch wert.“ Nach dem gescheiterten Versuch bei DIO geht Simon dann mit Mister Rude ein eigenes Projekt an, bevor er bei Rhino Bucket einsteigt – eine Band, die viele als AC/DC Klone bezeichnen. 1994 spielt er mit ihnen das Album Pain ein.

Nach einem Anruf von Michael Schenkers Management akzeptiert Simon schließlich das Angebot, bei den wiedervereinigten UFO einzusteigen, da es nicht sicher ist, ob der ursprüngliche Drummer Andy Parker bei der Reunion mitwirkt. Nach der US Tour mit UFO widmet Simon sich dem nächsten Projekt, indem er 1996 mit dem ex Europe Gitarristen John Norum ein Album – World Away – aufnimmt.D anach geht Simon Ende 1997 erneut mit UFO auf Tour mit großem Erfolg durch Europa.

Die ebenfalls ausverkaufte Japan Tournee muß allerdings durch Michael Schenkers urplötzlichen Ausstieg in letzter Sekunde abgesagt werden. Mit Phil Mogg und Pete Way, den beiden UFO Überbleibseln nimmt Simon Wright 1999 ein Album namens Chocolate Box auf und kehrt danach zu Ronnie James Dio's Band zurück, wo der ex AC/DC Drummer heute noch sehr aktiv ist.

Momentan arbeitet er mit DIO an einem neuen Album und promotet nebenher seine neue DVD On the Road with Simon Wright.

Diskografie

  • TYTAN
    • Rough Justice (1985, aufgenommen 1983)
  • AC/DC
    • Fly on the Wall (1985)
    • Who made Who (1986)
    • Blow up your Video (1988)
  • DIO
    • Lock up your Wolves (1990)
    • Magica (2000)
    • Killing the Dragon (2002)
    • Master of the Moon (2004)
    • Evil or Divine (2005) Live
  • Rhino Bucket
    • Pain (1994)
  • John Norum
    • Worlds Away (1996)
    • UFO
    • Werewolves of London (1998) Live
    • Convenant (2000) Live
    • Mogg/Way
    • Chocolate Box (1999)

Daten und Fakten stützen sich zum größten Teil auf ein Interview, welches Simon Wright 2001 dem Rock Hard gegeben hat, sowie auf die AC/DC Biographie von Mark Putterford. (Bombenleger)