Flick of the switch

1983 erschien FLICK OF THE SWITCH, und die Kritiken waren niederschmetternd. Auch ich war schwer enttäuscht, als sich die Platte zum ersten Mal auf dem Teller drehte (und ich mein Fußballtraining schwänzte…). Schwer zu beschreiben, woher die Enttäuschung kam: Die Songs waren eigentlich nicht schlecht, aber irgendwie klang alles wie „Dienst nach Vorschrift“. Keine Kür wie die vorangegangenen Alben, sondern Pflicht. Klar, mit HIGHWAY TO HELL und BACK IN BLACK waren AC/DC ganz oben, und von dort geht's halt nun mal nur in eine Richtung.

Nach meiner (mittlerweile geänderten) persönlichen Meinung kam die Platte insgesamt aber zu schlecht weg. RISING POWER, GUNS FOR HIRE, BEDLAM IN BELGIUM oder NERVOUS SHAKEDOWN waren Dampfhämmer der besten Sorte, wohingegen Ausfälle wie DEEP IN THE HOLE oder BRAIN SHAKE das Gesamtbild etwas trübten. Die Platte litt insbesondere am schwachen Sound (allerdings sollten wir mit FLY ON THE WALL feststellen, dass es durchaus noch schlechter geht!) und der Tatsache, dass der bluesige Hardrock der Australier Mitte der 80er schlicht und ergreifend nicht angesagt war. FLICK OF THE SWITCH ist eine Scheibe, von der ich heute denke, dass sie so schlecht doch gar nicht war.

  1. Rising Power
  2. This house is on fire
  3. Flick of the switch
  4. Nervous shakedown
  5. Landslide
  6. Guns for hire
  7. Deep in the hole
  8. Bedlam in Belgium
  9. Badlands
  10. Brain shake